

Von links: Janosch Pomerenke, Daniel Opper, Moritz Scherberich, Carolin Oetzel, Taylan Günes
Moritz Scherberich, Bachelor of Arts in Popular Music and Media, Master of Arts
„Ich werd’ Bauarbeiter!“ war in jungen Jahren meine Standard-Antwort auf die Frage nach dem Berufswunsch. 20 Jahre, viele Traumberufe und ein musik- und medienwissenschaftliches Studium später finde ich mich jetzt doch auf einer großen Baustelle wieder - auf der Suche nach neuen Wegen, Kulturangebote an das Publikum von morgen zu bringen. Konzepte basteln, Ideen spinnen, Pläne schmieden sind Dinge, die mir Spaß machen. Mit Freunden, Bekannten und neuen Leuten die Kulturangebote der City zu besuchen auch. Mit der Idee der freiKartE wollten wir jungen Menschen zeigen, was heute in der Kultur geht. Und jetzt wandert das ganze vom Reißbrett in die Kulturlandschaft. Dann kann's ja losgehen!
Janosch Pomerenke, Bachelor of Arts in Drama, Theater and Media, Master of Arts
Bei der Inszenierung von „die kleine Hexe“ in der 4. Klasse war ich der Rabe Abraxas und bekam Standing Ovations. Von meiner Mutter.
Museum fand ich immer langweilig, bis ich das erste Mal ohne Eltern oder Lehrer hinging. Leider fehlen gerade in Museen oftmals Vermittlungsangebote für junge Leute. Ich denke, dass viele von einer vermeintlich verkrampften Atmosphäre abgeschreckt werden. Kulturvermittlung muss Spaß machen, auch um die oftmals negativen Erinnerungen des Museumsbesuches während der Schulzeit vergessen zu machen. Kulturangebote sollte man auch in Badeschlappen wahrnehmen können!
Während des Studiums der angewandten Theaterwissenschaften fing ich an, verschiedene Kunst Genres zu verknüpfen. Ob Ausstellung gemischt mit Technoparty oder Videoinstallation neben Songwriterauftritt, den Leuten hat es gefallen. Und sie haben sich mit der Materie auseinandergesetzt.
Daniel Opper, Magister Artium
Aufgewachsen in der documenta-Stadt Kassel schleiften mich meine Eltern in fast jede erreichbare Ausstellung Europas. Nach dieser frühkindlichen Überdosis Kultur brauchte ich erstmal Abstand von White Cubes und Filzdecken. Als Student schenkte man mir eine Jahreskarte fürs Museum: Und ich ging wieder hin. Freiwillig, begeistert, von mir aus - intrinsisch lernte ich die Kunstwelt für mich zu entdecken. Die Erfahrung, wie toll Kultur sein kann, wenn man ohne Bedingungen zum Entdecken eingeladen wird, möchte ich - möchten wir - gerne weitergeben. So kamen wir auf die Idee des Projekts „freiKartE“.
Neben meinem Erststudium machte ich als Journalist oft die Erfahrung, was Menschen bewegen können. Mit dem Gedanken kam ich nach meinem kommunikations- und sozialwissenschaftlichen Studium in Göttingen und Berkeley nach Hamburg zum Kulturmanagement. Mit der „freiKartE“ möchten wir etwas Nachhaltiges bewegen: die kulturelle Sozialisation junger Menschen stärken.
Carolin Oetzel, Master of Arts
Auch in meinem Heimatbundesland Bayern bedeutet Kultur nicht nur Brezn, Bier und Dirndl. Trotzdem hab ich die Begeisterung für die Kunst und Museen erst in meinem Bachelorstudium wiederentdeckt. Und warum? Weil es eine einzige Professorin gab, die sich bemüht hat einem den Stuff - mag er noch so verrückt und außergewöhnlich gewesen sein - auch emotional näher zu bringen. Ich bin überzeugt davon, dass jeder sich irgendwo in irgendeiner Ecke der Kulturlandschaft total wiederfinden kann, sei es nun in der Filzdecke, hinter den Kulissen, in einem crazy Performance-Stück, bei nem Bier mit dem Regisseur oder neben Abraxas auf der Bühne. Auf jeden Fall hat jetzt jeder die Chance das herauszufinden.
Taylan Günes, Master of Arts
Die Vorstellung, Kultureinrichtungen seien verstaubt, ist selbst schon verstaubt! Inzwischen bietet das Hamburger Kulturleben eine derart große Vielfalt an klassischen und unkonventionellen Formaten an, dass für jeden etwas mit dabei ist. Diese Auswahl zusammen mit innovativen Zusatzangeboten für ein breites studentisches Publikum zugänglich zu machen, bietet gerade für mich als Juristen ein spannendes Arbeitsumfeld. Kultur soll nicht nur intellektuell beanspruchen, sondern auch Spaß, Kommunikation und Unterhaltung für alle schaffen.