Hermann Rauhe Stiftung

Die freiKartE – mehr als eine Eintrittskarte zum Studienstart!

Das deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt „freiKartE“ ermöglicht zum Wintersemester 2010/2011 allen rund 16.000 Hamburger Studienanfängern die wichtigsten Kultureinrichtungen unentgeltlich zu nutzen. Zahlreiche Veranstaltungen für Studierende sowie eine wissenschaftliche des Begleitstudie des Instituts KMM Hamburg an der Hochschule für Musik und Theater flankieren das Modellprojekt.

Studieren, entdecken, erleben. Dieser Dreiklang macht den Start für Hamburgs Studienanfänger künftig einzigartig in Deutschland: Neben dem Studienausweis, dem HVV-Semesterticket für Busse und Bahnen, erhalten alle ca. 16.000 Hamburger Studienanfänger künftig eine dritte Karte zum Studienbeginn. Die „freiKartE“ ermöglicht es ihnen, für drei Monate 19 der wichtigsten Museen und Bühnen Hamburgs unentgeltlich und so oft sie wollen zu besuchen. Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet auch einen Blick hinter die Kulissen und die Möglichkeit, Kommilitonen mit gleichen Interessen kennen zu lernen. „Insbesondere Studienanfängern, die neu in Hamburg sind, bietet das Projekt eine tolle Möglichkeit, die Kulturlandschaft ihrer neuen Wahlheimat zu entdecken und schätzen zu lernen,“ so die Initiatoren. Das Projekt, das von Studierenden des Instituts für Kultur- und Medienmanagement in Hamburg erdacht und umgesetzt wurde, soll Studierende aller Fächer und aller sozialen Herkünfte neugierig machen. „Wir freuen uns, wenn wir so insbesondere Unentschlossene erreichen können, Neues zu entdecken. Wir denken, wer am Anfang des Studiums nicht in Museen und Theater geht, vernachlässigt das eventuell seine ganze Studienzeit lang und verpasst eine große Bereicherung in seinem Studienleben,“ so die Initiatoren.

Das Projekt wurde ermöglicht durch eine Anschubfinanzierung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, eine Kooperation mit dem AStA der UHH und den 19 teilnehmenden Kulturinstitutionen (Bucerius Kunst Forum, Deichtorhallen Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe, Stiftung Historische Museen Hamburg (Altonaer Museum, Museum der Arbeit, Helms-Museum, Museum für Hamburgische Geschichte), Museum für Völkerkunde, Altonaer Theater, Deutsches Schauspielhaus, Hamburger Kammerspiele, Philharmoniker Hamburg, Kampnagel, Thalia Theater) sowie den Hamburger Hochschulen. Träger sind die Hermann Rauhe Stiftung und das Institut KMM Hamburg.

„Man fragt sich unwillkürlich, warum es die freiKartE nicht schon längst gibt. Das Konzept ist so ansprechend wie nachhaltig: Die Studienanfänger werden nicht nur mit Gratis-Tickets gelockt, sondern darüber hinaus angeregt, sich mit der Bedeutung der Kultur für unsere Gesellschaft auseinanderzusetzen. Ich wünsche uns allen, dass aus dieser wegweisenden Kooperation zwischen Kultureinrichtungen und Hochschulen anregende Impulse entstehen und sich noch viele weitere Institutionen anschließen!“ So Reinhard Stuth, Hamburgs neuer Senator der Behörde für Kultur, Sport und Medien über die Initiative. Getragen wird das Projekt von der Hermann Rauhe Stiftung und dem Institut KMM Hamburg (Hochschule für Musik und Theater Hamburg), wo die fünf Initiatoren Carolin Oetzel, Taylan Günes, Daniel Opper, Janosch Pomerenke und Moritz Scherberich gerade ihr Master-Studium als angehende Kultur- und Medienmanager abschließen.

Die freiKartE wird über die Hochschulen der Stadt an alle Studienanfänger versandt und ermöglicht ihnen vom 1.10. - 31.12.2010 freien Eintritt in lokale Museen, Bühnen und Konzerte. Dazu bietet das Projekt etliche Zusatzangebote, die sich speziell an Studienanfänger richten und in Zusammenarbeit mit den Kulturinstitutionen teilweise neu entwickelt wurden. Hier werden erprobte Formate wie „Phil&Chill“ oder „Date the Museum“ angeboten, aber auch eigene „Produktionen“ wie „AprésDrama“ im Thalia Theater. Um sowohl die Veranstaltungen der einzelnen Häuser als auch die vielen spannenden Zusatzangebote übersichtlich an die Studierenden weiter zu geben, wurde eine eigene Internetseite eingerichtet, die unter www.meinefreikarte.de aufzurufen ist. Auch über Facebook (www.facebook.de/meinefreikarte) und StudiVZ gibt es die Möglichkeit, tagesaktuell in den freiKartE-Gruppen Informationen zu den Veranstaltungen und den Zusatzangeboten zu erhalten und sich mit anderen kulturinteressierten Kommilitonen zu verabreden.

Begleitet wird das Projekt in den kommenden drei Monaten durch eine ausführliche Evaluation, die sowohl die Studierenden wie auch die teilnehmenden Kulturinstitutionen mit einbezieht. Die wissenschaftliche Untersuchung und Auswertung der Wirkungsmechanismen soll die Nachhaltigkeit dieses Modellprojekts überprüfbar machen und Grundlage für dessen Weiterentwicklung sein. Insgesamt soll die Studie Aufschluss über Fragen geben, wie zum Beispiel: „Welche Bedürfnisse hat eine junge Zielgruppe und wie ist es möglich, Identifikation mit Kultureinrichtungen zu schaffen?“. „Wir möchten dabei vor allem eine Diskussion mit den Institutionen anregen, wie kulturelle Sozialisation nach der Schulzeit gelingen kann,“ so die Initiatoren.

„Die freiKartE haben Studierende für Studierende entwickelt. Mit viel Engagement ist eine Karte entstanden, die Türen zur Kunst öffnen wird. Die freiKartE ist doppelt wirksam: Sie macht junge Menschen, die zum Studium nach Hamburg kommen, auf die Kunst- und Kulturschätze dieser wunderbaren Stadt aufmerksam, die sie über Monate kostenlos besuchen können. Sie kommt ebenso der Kultur zugute, die in einen Dialog mit den jungen Menschen tritt. Und sie zeigt den neuen Studenten unsere Stadt von ihrer schönsten Seite! Die freiKartE ist eine Karte mit Wirkung!“ sagt Prof. Dr. Michael Göring, als Vorstand der ZEIT-Stiftung Initialförderer des Projekts, der die Initiatoren als Dozent am Institut KMM Hamburg während der letzten Monate bei der Entwicklung des Projektes begleitet hat.

 

"Nicht nur die Stadt des Hafens, sondern die Stadt der
Kultur!"

"Für die Kulturlandschaft in Hamburg, die ja blüht, wächst und gedeiht, trotz aller Diskussionen und Probleme, ist das ein ganz wichtiger Impuls. Dieses Projekt ist das faszinierendste und weitest reichende, das ich von Anfang an erlebt habe."

Hermann Rauhe  über das Projekt freiKartE - die vollständige Rede lesen Sie hier.

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